Fachbereich 01
Schädlingsbekämpfung
Befall erkennen. Ursachen beheben. Risiken reduzieren.
Schädlinge gefährden Gesundheit, Hygiene, Vorräte und Bausubstanz. Wir klären, was hinter einem Befall steckt, und setzen Maßnahmen um, die wirksam, rechtskonform und auf Ihr Objekt abgestimmt sind.
- Befallsfeststellung vor Ort
- Ursachenorientierte Maßnahmen
- Integrierte Schädlingsbekämpfung (IPM)
- Nachvollziehbare Dokumentation
Überblick
Worum es geht
Eine wirksame Schädlingsbekämpfung beginnt nicht mit dem Bekämpfungsmittel, sondern mit der Frage, warum sich Schädlinge an einem Ort ansiedeln konnten. Nahrungsquellen, Unterschlupfmöglichkeiten und Zugangswege entscheiden darüber, ob ein Befall dauerhaft beseitigt ist oder nach kurzer Zeit wiederkehrt.
Wir arbeiten nach den Grundsätzen der integrierten Schädlingsbekämpfung (Integrated Pest Management, IPM). Vorbeugende, bauliche und hygienische Maßnahmen haben Vorrang. Biozidprodukte setzen wir gezielt ein, und nur dort, wo sie erforderlich sind.
Für wen wir tätig sind
- Privathaushalte
- Wohnungswirtschaft
- Lebensmittelbetriebe und Gastronomie
- Landwirtschaft
- Industrie und Logistik
- Öffentliche Einrichtungen
Leistungen
Leistungen im Detail
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Befallsfeststellung und Bestimmung
Wir bestimmen die Schädlingsart anhand von Tieren, Kot, Fraß- und Nagespuren. Die sichere Bestimmung ist die Voraussetzung für jede wirksame Maßnahme.
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Ursachenanalyse
Wir prüfen Zugangswege, Nahrungsquellen und Nistmöglichkeiten sowie bauliche und organisatorische Schwachstellen, die den Befall begünstigen.
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Bekämpfung
Je nach Art und Situation setzen wir mechanische, physikalische oder chemische Verfahren ein. Biozidprodukte verwenden wir entsprechend ihrer Zulassung und der guten fachlichen Anwendung.
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Monitoring
Regelmäßige Kontrollen mit Monitoring-Stationen, Fallen und Befallsindikatoren zeigen einen Befall frühzeitig an, bevor Schäden entstehen.
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Prävention und Beratung
Wir geben konkrete Empfehlungen zu baulichen Maßnahmen, Hygiene, Lagerhaltung und Abfallmanagement, damit ein erneuter Befall gar nicht erst entsteht.
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Dokumentation
Befallsberichte, Lagepläne der Kontrollpunkte, Nachweise der eingesetzten Mittel und Empfehlungen, zum Beispiel für betriebliche Eigenkontrollen, Behörden und Audits.
Schädlingsgruppen
Womit wir es häufig zu tun haben
Jede Schädlingsgruppe stellt eigene Anforderungen an Bestimmung, Vorgehen und Vorbeugung.
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Schadnager
Wanderratte, Hausratte, Hausmaus
Können Krankheitserreger übertragen, verunreinigen Lebensmittel und Futtermittel und verursachen Nageschäden an Leitungen, Kabeln und Dämmung.
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Hygieneschädlinge
Schaben
Deutsche und Orientalische Schabe treten vor allem in Küchen, Gastronomie und Wohnanlagen auf und gelten als Überträger von Krankheitserregern.
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Vorratsschädlinge
Motten, Käfer, Milben
Befallen Lebensmittel, Futtermittel und Lagerbestände. Entscheidend sind die Ermittlung der Befallsquelle und eine konsequente Lagerhygiene.
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Blutsaugende Parasiten
Bettwanzen und Flöhe
Bettwanzen werden häufig über Gepäck und Möbel eingeschleppt. Ihre Bekämpfung erfordert ein sorgfältiges, mehrstufiges Vorgehen mit Nachkontrollen.
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Lästlinge
Ameisen, Silberfischchen und weitere
Richten meist keinen großen Schaden an, können aber auf Feuchtigkeit oder hygienische Schwachstellen im Gebäude hinweisen.
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Material- und Textilschädlinge
Kleidermotten, Pelz- und Teppichkäfer
Schädigen Textilien, Teppiche, Polstermöbel und Naturmaterialien, oft lange unbemerkt in wenig genutzten Bereichen.
Vorgehen
So arbeiten wir
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Ersteinschätzung
Sie schildern uns Ihre Beobachtungen. Wir klären Dringlichkeit, mögliche Ursachen und das weitere Vorgehen.
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Inspektion vor Ort
Wir bestimmen die Art, ermitteln den Befallsumfang und untersuchen die Ursachen.
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Maßnahmenplan
Sie erhalten eine abgestimmte Kombination aus Bekämpfung und Vorbeugung, einschließlich der Hinweise zum Schutz von Menschen, Haustieren und Lebensmitteln.
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Durchführung und Nachkontrolle
Wir setzen die Maßnahmen um und kontrollieren den Erfolg, bis der Befall getilgt ist.
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Dokumentation und Vorbeugung
Sie erhalten einen Bericht mit Empfehlungen. Bei Bedarf richten wir ein dauerhaftes Monitoring ein.
Rechtlicher Rahmen
Rechtlicher Rahmen
- Biozidrecht
- Biozidprodukte dürfen nur entsprechend ihrer Zulassung verwendet werden (Verordnung (EU) Nr. 528/2012). Die Zulassung legt fest, wer ein Produkt einsetzen darf. Viele Produkte, insbesondere bestimmte Rodentizide, sind berufsmäßigen, geschulten oder sachkundigen Verwendern vorbehalten.
- Rodentizide mit Antikoagulanzien
- Für blutgerinnungshemmende Fraßköder gelten strenge Vorgaben zu Befallsfeststellung, Köderschutz, Kontrollintervallen und Dokumentation. Eine Dauerbeköderung ist nur unter engen Voraussetzungen und nur durch sachkundige Verwender zulässig.
- Infektionsschutz
- Werden Gesundheitsschädlinge festgestellt und besteht die Gefahr, dass durch sie Krankheitserreger verbreitet werden, ordnet die zuständige Behörde die erforderlichen Bekämpfungsmaßnahmen an (§ 17 Infektionsschutzgesetz).
- Lebensmittelhygiene
- Lebensmittelunternehmen müssen geeignete Verfahren zur Bekämpfung von Schädlingen vorsehen (Verordnung (EG) Nr. 852/2004). Standards wie IFS oder BRCGS verlangen darüber hinaus ein dokumentiertes Schädlingsmanagement.
- Tier- und Artenschutz
- Bekämpfungsverfahren müssen tierschutzgerecht sein. Geschützte Arten wie Fledermäuse oder Hornissen dürfen nicht bekämpft werden; ihre Quartiere und Nester sind ebenfalls geschützt.
Die Übersicht dient der Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die jeweils geltenden Vorschriften und behördlichen Vorgaben. Stand: Oktober 2026.
Häufige Fragen
Häufig gestellte Fragen
Kann ich einen Befall nicht selbst bekämpfen?
Bei vereinzelten Lästlingen ist das oft möglich, mit frei verkäuflichen Produkten und unter genauer Beachtung der Gebrauchsanweisung. Bei Schadnagern, Schaben oder Bettwanzen ist fachkundige Hilfe ratsam: Falsch eingesetzte Mittel verschleppen den Befall, fördern Resistenzen und gefährden Menschen, Haustiere und Umwelt.
Sind die eingesetzten Mittel gefährlich für Kinder und Haustiere?
Wir setzen Biozidprodukte nur gezielt und zulassungskonform ein. Fraßköder werden geschützt in Köderstationen oder an Stellen ausgebracht, die für Kinder und Haustiere nicht zugänglich sind. Vor jeder Maßnahme besprechen wir mit Ihnen, worauf Sie achten müssen.
Wie lange dauert eine Bekämpfung?
Das hängt von Art, Befallsumfang und Ursachen ab. Manche Befälle sind nach wenigen Wochen getilgt, Bettwanzen erfordern dagegen mehrere Behandlungsdurchgänge. Nachkontrollen planen wir von Anfang an ein.
Wer trägt die Kosten in einer Mietwohnung?
Das hängt vom Einzelfall und vom Mietvertrag ab; eine Rechtsberatung können wir dazu nicht geben. Eine fachliche Bewertung von Befall und Ursache kann jedoch wesentlich zur Klärung beitragen. Mehr dazu im Bereich Sachverständigenwesen.
Brauchen Lebensmittelbetriebe ein dauerhaftes Monitoring?
Lebensmittelunternehmen müssen geeignete Verfahren zur Schädlingsbekämpfung vorsehen. In der Praxis ist ein regelmäßiges, dokumentiertes Monitoring der übliche Weg, diese Pflicht nachvollziehbar zu erfüllen; Zertifizierungsstandards wie IFS oder BRCGS setzen es voraus.
Sie vermuten einen Befall?
Schildern Sie uns Ihre Beobachtungen. Wir schätzen die Lage ein und besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen.
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